Ich versende bereits Luftfracht auf der Grundlage einer Sicherheitserklärung. Was passiert nach dem Ende des gesetzlichen Übergangszeitraumes, also nach dem 25. März 2013?

Wer den Status bekannte Versender auch nach dem 25. März 2013 behalten oder neu erwerben will, muss die Zulassung beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) erneut beantragen. Für jeden Betriebsstandort, aus dem Luftfracht mit dem Status sicher in Umlauf gebracht werden soll, muss das behördliche Zulassungsverfahren inklusive einer Vor-Ort-Überprüfung durch das LBA erfolgreich durchlaufen werden.

Eine Verlängerung des Übergangszeitraums bis zum 25. März 2013 hinaus ist aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nicht möglich!

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Nach dem 25. März 2013 kann ein Versender ohne den Status als geschäftlicher Versender oder bekannter Versender Luftfracht nur noch unsicher versenden, das heißt, die Sendung muss grundsätzlich durch einen reglementierten Beauftragten kontrolliert (zum Beispiel geröntgt) werden. Dabei ist Folgendes zu beachten:

  • Kosten – Für das Kontrollieren (Röntgen) von Fracht werden je nach Nachfrage und Standort unterschiedlich hohe Kosten in Rechnung gestellt.
  • Verfügbare Kontrolltechnik – nicht jede Sendung kann uneingeschränkt und/oder nicht-invasiv sicher gemacht werden. Ausschlussfaktoren können unter anderem die Maße und/oder das Gewicht der Fracht beziehungsweise dessen Materialdicke, -dichte oder Strahlungsempfindlichkeit sein. Jedes Unternehmen muss für sich prüfen, ob geeignete Kontrolltechnik für die Fracht verfügbar ist.
  • Zeit – Die Kontrollen nehmen Zeit in Anspruch – bei kurzfristigen Lieferungen kann dadurch gegebenenfalls der Flug verpasst werden und/oder weitere Kosten können anfallen.
  • Qualität – Das Aus-, Ein- oder Umpacken der Luftfracht durch Kontrolleure steht gegebenenfalls den Qualitätsvorgaben des Versenders bzw. der Kunden entgegen.