Abwesenheit des Sicherheitsbeauftragten

Der Sicher­heits­beauf­tragte hat die Pflicht für die Überwachung und Ein­hal­tung der Sicher­heit­skon­trollen zu sor­gen. Es ist zwin­gend notwendig, dass ein Sicher­heits­beauf­tragter oder gegebe­nen­falls ein geeigneter Vertreter zeit­nah zur Ver­fü­gung ste­ht, bzw. vor Ort ist. Dies ist verpflich­t­end, da die Sicher­heits­beauf­tragten mit den entsprechen­den Kom­pe­ten­zen und Weisungs­befug­nis­sen aus­ges­tat­tet sind und den Mitar­beit­ern und Mitar­bei­t­erin­nen des regle­men­tierten Beauf­tragten oder bekan­nten Versenders bei Fra­gen zur Luft­sicher­heit zur Seite ste­hen müssen.

Aber was heißt zeit­nah vor Ort?

Generell hat ein Sicher­heits­beauf­tragter bei der Abfer­ti­gung von sicher­er Luft­fracht vor Ort zu sein. Auch wenn der Sicher­heits­beauf­tragte kurzzeit­ig nicht vor Ort ist, kann weit­er­hin sich­er abge­fer­tigt wer­den.

Sichere Luft­fracht darf nicht abge­fer­tigt wer­den, sofern für keine Stel­lvertreter­regelung im Luft­sicher­heits-Pro­gramm gesorgt ist, wenn der Luft­sicher­heits­beauf­tragte länger­fristig nicht vor Ort ist, sei es wegen ein­er Weit­er­bil­dung, Urlaub oder gegebe­nen­falls wegen Krankheit.

Ist jedoch für  eine Stel­lvertre­tung gesorgt, so muss dieser eben­falls eine entsprechende Schu­lung absolviert haben und zuvor ein­er Zuver­läs­sigkeit­süber­prü­fung nach §7 des Luft­SiG unter­zo­gen wor­den sein.

Über die Zeitspanne ein­er kurzfristi­gen bzw. angemesse­nen Zeit entschei­det das Luft­fahrt Bun­de­samt derzeit noch indi­vidu­ell, emp­fohlen wer­den ca. 30 Minuten, in denen ein Sicher­heits­beauf­tragter vor Ort sein sollte. Allerd­ings ist diese Zei­tangabe nicht in den derzeit gülti­gen Rechtsvorschriften fest­geschrieben.