AWB und Abholung der Luftfracht

Ist es möglich, dass im AWB (Air Way Bill) als Eigen­tümer ein Unternehmen einge­tra­gen ist, die Luft­fracht jedoch bei einem anderen Unternehmen (das als bekan­nter Versender zuge­lassen ist) abge­holt wird?

Ja, diese Fallgestal­tung ist möglich, wenn ein Her­steller von Waren diese „neu­tral“ einem anderen Unternehmen übergibt (meis­tens einem Dien­stleis­ter) und einzelne Sendun­gen erst im Ver­fü­gungs­bere­ich des zweit­en Unternehmens als Luft­fracht iden­ti­fiziert wer­den.

Die Ver­ant­wortlichkeit­en für die Luft­fracht­sendun­gen im Sinne der Verord­nung (EG) Nr. 300/2008 sowie deren Durch­führungsverord­nun­gen trägt in diesen Fällen grund­sät­zlich das zweite Unternehmen. Daher kön­nen diese Unternehmen als bekan­nte Versender zuge­lassen wer­den, ohne Eigen­tümer der Waren zu sein.

Das Luft­fahrt-Bun­de­samt prüft im Zulas­sungsver­fahren, inwieweit das zweite Unternehmen die dargestell­ten Voraus­set­zun­gen erfüllt. Ins­beson­dere wird die ord­nungs­gemäße Abwick­lung des Über­gabe­prozess­es sowie die Frage der tat­säch­lichen Ver­fü­gungs­ge­walt des zweit­en Unternehmens über­prüft.

Damit kann in diesen Kon­stel­la­tio­nen bei Erfüllen der übri­gen Voraus­set­zun­gen im AWB der Sta­tus der Luft­fracht­sendung mit „SPX by KC“ fest­ge­set­zt wer­den.