Behördlich zugelassener Transporteur

Am 1.2.2017 veröffentlichte das Luftfahrtbundesamt die Kriterien für die Zulassung als „behördlich zugelassener Transporteur.“

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Mit der Änderung des Luftsicherheitsgesetzes 2017 brauchen alle Transporteure in Deutschland (sofern Sie Luftfracht/Luftpost transportieren) eine solche Zulassung.

Das Luftfahrtbundesamt wies schon in der o.g. Bekanntmachung daraufhin, dass es nach Inkrafttreten des neuen Luftsicherheitsgesetzes nur eine Übergangszeit von einem Jahr  gibt.

Am 3. März 2017 wurde das Gesetz im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Es läuft unter dem Namen „Erstes Gesetzt zur Änderung des Luftsicherheitsgesetzes.“

Ab März 2018 wird also die sogenannte Transporteurserklärung keine Gültigkeit mehr haben!

  • Transporteure, die bis dahin das mehrmonatige Zulassungsverfahren nicht erfolgreich abgeschlossen haben, dürfen dann keine Luftfracht mehr transportieren.
  • Bekannte Versender und reglementierte Beauftragte dürfen dann keine Transporteure ohne Zulassung mehr beauftragen.

Was bedeutet das für den Transporteur?

Er muss folgende Vorgaben für die Zulassung umsetzen:

  • Ein Transporteur Sicherheitsprogramm (TSP) erstellen
  • Geschulter Sicherheitsbeauftragter (35 Stunden Schulung)
  • Gültige Zuverlässigkeitsüberprüfung §7 für alle Fahrer
  • Einreichung aller Unterlagen sowie Antragsstellung und unterzeichnete Verpflichtungserklärung beim LBA

Kostenloser Ratgeber für Transporteure

Sind Sie auf der Suche nach übersichtlichen und leicht verständlichen Infos zur behördlichen Zulassung? In diesem Ratgeber erklärt unser Geschäftsführer Holger Hille Schritt für Schritt, was Sie tun müssen um die Zulassung vor Ablauf der Frist zu bekommen. Sie bekommen den Ratgeber als kostenloses PDF zum Herunterladen.

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Wie helfen wir Ihnen auf dem Weg zum behördlich zugelassenen Transporteur?                                                                                  

  1. Wir unterstützen Sie bei der Erstellung des Transporteur Sicherheitsprogramm
  2. Wir schulen Sie und Ihre Mitarbeiter nach den behördlichen Vorgaben
  3. Wir übernehmen den Schriftverkehr mit der Behörde (Zusammenstellung und Einreichung aller Unterlagen)
  4. Wir begleiten Sie bei der Zulassung und bei Audits durch das LBA
  5. Wir unterstützen Sie bei der Beantragung der Zuverlässigkeitsüberprüfungen

Wenn Sie noch offene Fragen haben oder auch ein kostenloses Beratungsgespräch wünschen, können Sie unser Team unter folgenden Nummern erreichen:

Ihre Ansprechpartner für die Zulassung zum Transporteur in der sicheren Lieferkette:

Oliver Hartmannsberger
Tel: 06142-8358517
oliverhartmannsberger@first-class-zollservice.de

Alexander Huhn
Tel: 06142-8358514
alexanderhuhn@first-class-zollservice.de

Der behördlich zugelassene Transporteur – Beteiligter der sicheren Lieferkette

Bisheriger Ablauf und Anforderungen an Transporteure:

Der Transporteur ist ein nicht zugelassenes Transportunternehmen, das heißt, dass es nicht durch das Luftfahrt- Bundesamt zugelassen ist und auch nicht den Status „reglementierter Beauftragter“ hat.

Der Transporteur arbeitet im Auftrag eines reglementierten Beauftragten oder bekannten Versenders und ist berechtigt, sichere Luftfracht/ Luftpost abzuholen, zu befördern und zuzustellen.

Der Transporteur kann nur durch, vom Luftfahrt- Bundesamt, zugelassene Unternehmen (reglementierter Beauftragter oder bekannter Versender) anerkannt werden, um einen Auftrag zum Befördern von Luftfracht/ Luftpost zu erhalten.

Dabei werden die durch den Transporteur einzuhaltenden Sicherheitsmaßnahmen, durch den Transporteur in der sogenannten Transporteurserklärung unterschrieben. Um die sichere Lieferkette einhalten zu können, hat der Transporteur mind. folgende Inhalte der Transporteurserklärung zu erfüllen und einzuhalten:

  • Angestellte, die Luftfracht/ Luftpost transportieren, verfügen über eine generelle Schulung getreu Kapitel 11.2.7 der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998.
  • Die Identität aller Angestellten, die beschäftigt werden und Zugang zu dieser Luftfracht/ Luftpost erhalten sollen, wird abfragt. Diese Prüfung schließt die Kontrolle des Personalausweises oder Reisepasses sowie eine Überprüfung des Curriculum Vitae (CV) und/ oder der eingereichten Referenzen ein.
  • Die Ladeflächen der Fahrzeuge werden plombiert oder abschlossen. Die Planenabdeckung am Fahrzeug wird zusätzlich mit TIR-Seilen gesichert. Werden für den Transport Pritschenfahrzeugen verwendet, muss die Luftfracht/ Luftpost die offen befördert wird,  überwacht werden.
  • Alle Fahrer, die Luftfracht transportieren, tragen ihren Personalausweis, oder Reisepass mit sich.
  • Es werden keine irregulären Zwischenstopps zwischen Abholung und Anlieferung eingelegt. Kann dies abgewendet werden, untersucht der Fahrer bei seiner Rückkehr das Fahrzeug, um sicherzustellen, dass die Verschlüsse und/ oder Plomben unbeschadet sind. Findet der Fahrer dennoch Merkmale von Manipulation, hat er das  unverzüglich seinen Vorgesetzten zu melden. Die Luftfracht/ Luftpost wird ab sofort  mit der entsprechenden Notiz übergeben.

Desweiteren durfte der Transporteur den Auftrag an weitere Unternehmen abgegeben. Diese müssen ebenfalls eine Transporteursvereinbarung gegenüber dem Transporteur abschließen und bestätigen, dass alle Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden.

Die Schulung entsprechend Kapitel 11.2.7 der DVO (EU) 2015/1998 für Mitarbeiter wird als ausreichend angesehen, wenn sie nur für den Schutz und den Transport, im direkten Zusammenhang, mit Luftfracht/ Luftpost zuständig sind.

Sobald der Fahrer Tätigkeiten darüber hinaus bewältigt und somit unmittelbaren Kontakt mit Luftfracht/ Luftpost hat und Sicherheitskontrollen durchführt, z.B. bei der Be- und Entladung, benötigt er eine Schulung gemäß Kapitel 11.2.3.9 der DVO (EU) 2015/1998.

Ist die sichere Lieferkette nicht eingehalten worden, ist eventuell unbekannt, wer die Luftfracht/ Luftpost versendet oder werden die Voraussetzungen an den Transporteur nicht erfüllt, muss die Luftfracht/ Luftpost durch einen reglementierten Beauftragten einer angebrachten Kontrollmaßnahme unterzogen werden. Erst danach, mit dem Status „sicher“, darf die Luftfracht/ Luftpost an Bord von Luftfahrzeugen geladen werden.

Was sich zukünftig für den Transporteur ändert:

Mit Erscheinen des neuen Luftsicherheitsgesetzes wird sich auch für den Transporteur einiges ändern und neue Aussichten darbieten.

Anders als bis jetzt gehandhabt, wird dem Transporteur die Möglichkeit eingeräumt, sich von der zuständigen Behörde (Luftfahrt- Bundesamt) zuzulassen und damit ein offizieller Beteiligter der sicheren Lieferkette zu werden.

Aus einem nicht-zugelassenen Transporteur wird dann ein reglementierter Transporteur, oder zugelassener Transporteur.

Sichere Lieferkette

Mit dieser Zulassung verpflichten sich die reglementierten Transporteure dem Schutz vor Angriffen auf die Sicherheit des Luftverkehrs.

Möchte ein Unternehmen den Status reglementierter Transporteur erlangen, muss es dieselben Anforderungen und Auflagen erfüllen, die auch für reglementierte Beauftragte und  bekannte Versender gelten.

Der Transporteur erstellt ein Sicherheitsprogramm, in  dem Verfahren und Methoden beschrieben werden, wie Luftfracht/ Luftpost sicher zu handhaben ist. Desweiteren wird in dem Sicherheitsprogramm beschrieben, wie diese zu überwachen sind.

Genauso wie der reglementierte Beauftragte und bekannte Versender muss der reglementierte Transporteur eine Verpflichtungserklärung unterzeichnen und der zuständigen Behörde übersenden, die diese aufbewahrt.

Durch die Verpflichtungserklärung bestätigt der zugelassene Transporteur, dass:

  • alle betroffenen Mitarbeiter durch die zuständige Luftsicherheitsbehörde der Länder nach § 7 Luftsicherheitsgesetz überprüft sind.
  • seine Mitarbeiter entsprechend dem Kapitel 11.2.3.9 der DVO (EU) 2015/1998 geschult sind.
  • der Laderaum seiner Fahrzeuge, mit denen Luftfracht/ Luftpost abgeholt wird, transportiert wird und zugestellt wird, vor unberechtigtem Zugriff und/ oder Manipulation gesichert ist.
  • die Sicherheitsmaßnahmen im Unternehmen ausreichend sind, damit Luftfracht/ Luftpost vor widerrechtlichem Eingriff geschützt ist.
  • alle Sicherheitsvorkommnisse der zuständigen Stelle zu melden sind.

Der zugelassene Transporteur ernennt einen Sicherheitsbeauftragten, der für das Sicherheitsprogramm und alle Belange bezüglich Luftsicherheit Ansprechpartner für Mitarbeiter und Behörden ist. Dieser muss gemäß Kapitel 11.2.5 der DVO (EU) 2015/1998 geschult sein.

Beim Beladen des Fahrzeuges hat der Fahrer darauf zu achten, dass die Luftfracht/ Luftpost vollzählig ist, genau so wird auf Beschädigungen der Luftfracht/ Luftpost geschaut. Nach der Beladung der sicheren Luftfracht/ Luftpost wird der Laderaum vom Fahrer verschlossen und mit Hilfe von TIR-Seilen und Plomben versiegelt, damit Unbefugte keinen Zugriff auf die Luftfracht/ Luftpost bekommen und Manipulationen ausgeschlossen werden können.

Die Fahrer von zugelassenen Transporteuren, die Luftfracht/ Luftpost an reglementierte Beauftragte oder Luftfahrtunternehmen übergeben, müssen bei Anlieferung einen Personalausweis oder Reisepass vorweisen. Damit wird die Identität des Fahrers, der die Luftfracht/ Luftpost übergibt, nachgeprüft.

Die Abladestelle (reglementierter Beauftragter) muss nach neuem Luftsicherheitsgesetz folgende Punkte des anliefernden Fahrers dokumentieren und mindestens für 48 Stunden aufbewahren und auf Verlangen der zuständigen Luftsicherheitsbehörde vorzeigen:

  • den Namen
  • die Nummer des Personalausweises oder des Reisepasses
  • Geburtsdatum
  • Lieferschein der Luftfracht/ Luftpost, die übergeben wird

Wenn die sichere Lieferkette unterbrochen ist, weil bspw. der Laderaum geöffnet wurde, Manipulation festgestellt wurden oder ein Vorkommnis kann nicht nachgewiesen werden, gilt die Luftfracht/ Luftpost als „unsicher“.

Diese Regelung soll insbesondere auch die Transportunternehmen treffen, die in der Vergangenheit bereits eine Zulassung zum reglementierten Beauftragten erhalten haben. Diesen Status benötigen sie laut Behörde aber gar nicht, da sie nur Transporte durchführen. Bevor die zuständigen Behörden den Status wieder entziehen, geben sie den Transporteuren die Möglichkeit in die behördliche Zulassung zum zugelassene Transporteur zu wechseln.

Mit in Kraft treten des neuen Luftsicherheitsgesetzes beginnt eine einjährige Übergangsfrist. In dieser Zeit kann das Transportunternehmen die Zulassung beantragen. Während des ganzen Zulassungsverfahrens darf auf die Transporteurserklärung zurückgegriffen werden.

Nach Ablauf der Übergangsfrist darf die Transporteurserklärung nicht mehr angewandt werden und verliert ihre Gültigkeit. Transporteure, sesshaft in Deutschland, müssen dann von der zuständigen Behörde (Luftfahrt- Bundesamt) zugelassen sein bzw. werden.

Haben Transporteure keine Zulassung, ist die beförderte sichere Luftfracht zwangsweise als unsicher einzustufen.

Rufen Sie einen unserer Spezialisten an, oder schreiben Sie ihm eine E-Mail:

Oliver Hartmannsberger
06142-8358517

Alexander Huhn
06142-8358516

Oder stellen Sie eine Anfrage mit dem Kontaktformular:

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