Freihandelsabkommen mit Japan ab dem 01.02.2019

Das Handelsabkommen zwi­schen Japan und Europa, das am 01.02.2019 in Kraft getre­ten ist, hat die größ­te Wirtschaftszone der Welt eröff­net. Das Abkommen hat das Ziel, Zölle nahe­zu voll­stän­dig auf­zu­he­ben und somit das Wachstum zu ver­stär­ken.

Aber nicht alle Waren wer­den sofort und im vol­len Umfang von den Zöllen befreit.

Daher wur­den im Abkommen soge­nann­te Abbaustufen ver­ein­bart. Die Abbaustufen sol­len dazu füh­ren, dass kein Zollwert mehr ange­wandt wird oder es zu min­des­tens zu einer Zollerleichterung kommt.

Die jewei­li­gen Waren müs­sen prä­fe­renz­be­güns­tigt sein, um über­haupt vom Zollabbau einen Vorteil zu erhal­ten. Das bedeu­tet für EU-Unternehmen, das nur Exportwaren begüns­tigt wer­den, die einen EU-Ursprung nach­wei­sen kön­nen. Für die (zoll­freie) Einfuhr muss dar­ge­legt wer­den, dass die Ware japa­ni­schen Ursprungs ist.

Der Präferenzursprung muss nach­ge­wie­sen wer­den.

Der Präferenzursprung muss mit einem Handelsdokument, in dem eine Erklärung zum Ursprung beinhal­tet ist, nach­ge­wie­sen wer­den. Dabei ist zu beach­ten, dass sich EU-Unternehmen zusätz­lich als „Registrierter Ausführer“ beim zustän­di­gen Hauptzollamt regis­trie­ren müs­sen, wenn der Warenwert der Sendungen über 6.000 € erreicht. Liegt der Warenwert nicht über 6.000 € kann die Erklärung zum Ursprung ohne eine Registrierung aus­ge­stellt wer­den.

In dem Abkommen wur­de beschlos­sen, dass in der Erklärung zum Ursprung, wei­te­re Angaben zu den ange­wand­ten Ursprungsregeln beinhal­tet sein sol­len. Für vie­le Unternehmen kann die zusätz­li­che Angabe mit Schwierigkeit ver­bun­den sein, da nicht alle Informationen zu den Ursprungsregeln bekannt sind.