LBA zu Einsatz des Sicherheitsbeauftragten

Das Luftfahrt-Bundesamt beant­wor­tet die Frage, ob es zuläs­sig ist, dass der Sicherheitsbeauftragte eines regle­men­tier­ten Beauftragten gleich­zei­tig zum Sicherheitsbeauftragten eines bekann­ten Versenders benannt wird, wenn er mit die­sem in einem Vertragsverhältnis steht, wie folgt:

Der Einsatz eines Sicherheitsbeauftragten beim regle­men­tier­ten Beauftragten und gleich­zei­tig beim bekann­ten Versender, die ver­trag­lich mit ein­an­der ver­bun­den sind, ist nicht mög­lich.

Eine siche­re Lieferkette ist ent­spre­chend den Vorgaben der EU-Verordnungen grund­sätz­lich nur gege­ben, wenn dar­an min­des­tens ein bekann­ter Versender sowie ein regle­men­tier­ter Beauftragter betei­ligt sind. Die Aufgabe des regle­men­tier­ten Beauftragten umfasst unter ande­rem die Prüfung, inwie­weit der bekann­te Versender die vor­ge­schrie­be­nen Sicherheitskontrollen ein­hält (Vier-Augen-Prinzip).

Der Einsatz des glei­chen Sicherheitsbeauftragten beim regle­men­tier­ten Beauftragten und beim mit ihm ver­bun­de­nen bekann­ten Versender führt zu einer Interessenkollision. Im Ergebnis kann ein Sicherheitsbeauftragter in die­ser Konstellation sei­nen Aufgaben nicht ord­nungs­ge­mäß nach­kom­men.

Quelle: www.lba.de