Vorerfassung des Sicherheitsstatus im AWB vor Frachtannahme (SPX by KC)

das Luft­fahrt-Bun­de­samt (LBA) hat in sein­er Kon­troll­prax­is zulet­zt ver­mehrt darauf hingewiesen, dass Spediteure/Reglementierte Beauf­tragte (RegB) erst dann den Luft­fracht­brief (AWB) erstellen dür­fen, wenn von deren Lager­hal­tern ein schriftlich­er Warenein­gangss­chein mit Sicher­heitssta­tus vor­liegt. Danach wäre eine Vor­erfas­sung des Sicher­heitssta­tus in den Begleit­doku­menten auch bei Sendun­gen, die von bekan­nten Versendern (bV) stam­men, nicht zuläs­sig gewe­sen.

Diese Ausle­gung des LBA hat in der spedi­tionellen Prax­is den doku­men­tarischen Prozess verzögert und zu ver­mehrten Arbeit­szeit­en geführt, ohne dass hier­durch ein merk­lich­er Sicher­heits­gewinn zu erzie­len war.

Nach neusten Veröf­fentlichun­gen ist bei Sendun­gen von einem bV die Vor­erfas­sung des Sicher­heitssta­tus im AWB zuläs­sig.

Diese kann nach Auskun­ft des LBA früh­estens dann erfol­gen, wenn die Sendung beim bV abge­holt und der bV anhand der EU-Daten­bank vali­diert wurde.

Entschei­dend ist, dass die Doku­mente zutr­e­f­fend den Sta­tus der Sendung wiedergeben. Um dies zu gewährleis­ten, ist die Erstel­lung der Begleit­doku­men­ta­tion expliz­it im Luft­fracht­sicher­heit­spro­gramm zu beschreiben.

Quelle: DSLV / LBS – Lan­desver­band Bay­erisch­er Spedi­teure e.V.