Was ist “die siche­re Lieferkette”?

Unter dem Begriff siche­re Lieferkette sind alle Maßnahmen und Akteure zu ver­ste­hen, die mit dem Versand von Luftfracht unter Einhaltung der gesetz­li­chen Sicherheitsanforderungen (Verordnung (EG) Nr. 300/2008 und deren Durchführungsvorschriften) in Verbindung ste­hen.

Schließlich dür­fen Luftfahrtunternehmen ihre Luftfahrzeuge nur mit Fracht bela­den, die als sicher ein­ge­stuft wur­de. Diese Einstufung resul­tiert zum Beispiel aus einer erfolg­reich durch­ge­führ­ten Kontrolle (Durchsuchung, Röntgen, etc.) der Luftfracht durch einen regle­men­tier­ten Beauftragten.

Reglementierte Beauftragte sind zum Beispiel Versandagenturen, Logistikanbieter, Spediteure, inte­grier­te Lager- und Transportdienstleistungsunternehmen, etc. Der Status der als sicher ein­ge­stuf­ten Luftfracht ist auf­recht zu erhal­ten und die Fracht ist gegen unbe­fug­te Manipulationen und Eingriffe zu schüt­zen.

Die Lieferkette kann strom­auf­wärts erwei­tert wer­den bis zum Versender, bei dem die Fracht ihren Ursprung hat. Die dar­an betei­lig­ten Unternehmen müs­sen dafür im Vorfeld des Versands der Fracht die ent­spre­chen­den Sicherheitsmaßnahmen durch­füh­ren.

Der logis­ti­sche, zeit­li­che bzw. qua­li­täts­mä­ßi­ge Vorteil einer so erwei­ter­ten siche­ren Lieferkette besteht dar­in, dass die Luftfracht am Flughafen ohne eine erneu­te Kontrolle (Umpacken, Durchsuchen, Neuverpacken, etc.) in das Luftfahrzeug ver­la­den wer­den kann.