Reglementierter Beauftragter Aufgaben

Grundsätzlich hat der regle­men­tier­te Beauftragte die Aufgabe, beim Versand von Luftfracht und Luftpost die Sicherheit der Lieferkette zu gewähr­leis­ten.

Bei der Annahme von Sendungen hat der regB zunächst die Aufgabe, die Herkunft der Sendung zu prü­fen. Dazu gehö­ren im Detail:

  • Ursprung der Sendung, also Identität und Adresse des Versenders
  • Identität der Person wel­che die Sendung über­gibt
  • Transportkette vom Versand bis zur Übergabe an den regB

Hierbei kann der Reglementierte Beauftragte die Sendung als sicher oder unsi­cher ein­stu­fen. Sendungen wer­den dann als unsi­cher kate­go­ri­siert, wenn einer (oder meh­re­re) der fol­gen­den Punkte zutrifft:

  • Fracht stammt nicht aus einer siche­ren Lieferkette
  • Fracht wur­de kei­ner Sicherheitskontrolle unter­zo­gen
  • Fracht wur­de nicht im Sicherheitsbereich gela­gert
  • Beschädigte bzw. mani­pu­lier­te Fracht

Aus der o.g. Überprüfung ergibt sich also, ob die Sendung unsi­cher ist oder sogar ein hohes Risiko auf­weist.

Sofern die ange­nom­me­ne Sendung nicht als sicher ein­ge­stuft wer­den kann, hat der regle­men­tier­te Beauftragte die Aufgabe, mit geeig­ne­ten Kontrollmethoden eine Kontrolle der Fracht vor­zu­neh­men. Dabei wird fest­ge­stellt, ob sich in der Fracht ver­bo­te­ne Gegenstände befin­den.

Durch geeig­ne­te Kontrollmaßnahmen kann der unsi­che­re Status der Sendung in den siche­ren geführt wer­den.

Zulässige Kontrollmaßnahmen für die Sendung sind hier­bei:

  • Durchsuchung per Hand
  • Röntgengeräte
  • Sprengstoffdetektoren
  • Sprengstoffspürhunde
  • Sprengstoff-Spurendetektoren
  • Sichtprüfung

Fracht- und Postsendungen wer­den von einem Reglementierten Beauftragten also kon­trol­liert bevor die­se in das Luftfahrzeug ver­la­den wer­den.

Am Ende der Kontrolle steht die Vergabe des Sicherheitsstatus.

Nach der durch­ge­führ­ten Kontrolle erstellt der Reglementierte Beauftragte (elek­tro­nisch oder in Papierform) die erfor­der­li­chen Begleitdokumente in Form eines Luftfrachtbriefes (Air Waybill = AWB).

Der Nachweis der Frachtkontrolle kann auch auf einem Manifest oder auf einem Lieferschein erbracht wer­den. Wichtig hier­bei ist die Erkennbarkeit des Absenders.

Wann muss der regB kei­ne Frachtkontrolle durch­füh­ren?

Sollte der Reglementierte Beauftragte die Sendung von einem ande­ren regle­men­tier­ten Beauftragten oder bekann­ten Versender erhal­ten haben, so muss die Sendung kei­ner erneu­ten Kontrolle unter­zo­gen wer­den.

Allerdings gilt dies nur, wenn sämt­li­che, an der Kette Beteiligten Unternehmen, die Sicherungsmaßnahmen nach­weis­lich ein­ge­hal­ten und pro­to­kol­liert haben.

Der Reglementierte Beauftragte muss dafür sor­gen, dass bereits als sicher ein­ge­stuf­ten Güter vor unbe­fug­ten Zugriffen sowie Manipulationen geschützt wer­den. Ziel die­ser Sicherung ist, dass kei­ne ver­bo­te­nen Gegenstände in die Sendung gelan­gen.

Eine wei­te­re Aufgabe des Reglementierten Beauftragten ist des­halb die Sicherstellung, dass sich kein unbe­fug­ter Dritter Zugang zu Betriebsräumen oder Lagerhallen ver­schafft. Sollte den­noch der Zutritt durch eine betriebs­frem­de Person not­wen­dig sein, so muss der regB sicher­stel­len, dass die betriebs­frem­de Person von einer für die­se Aufgabe geschul­te Person des Unternehmens beglei­tet wird.

Der regle­men­tier­te Beauftragte muss die Einhaltung der Standards nur für das eige­ne Unternehmen gewähr­leis­ten.

Im Unternehmen des regle­men­tier­ten Beauftragten hat der Sicherheitsbeauftragte die Aufgabe die Einhaltung und Umsetzung der Sicherheitsvorschriften zu orga­ni­sie­ren und über­wa­chen.

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