Reglementierter Beauftragter / Bekannter Versender Unterschied

Bekannte Versender:

Bekannte Versender sind vom Luftfahrtbundesamt, zugelassene Unternehmen (meist Herstellerbetriebe), welche sichere Luftfracht erstmalig in den Sendungsumlauf bringen.

Das Betriebsverfahren der Bekannten Versender entsprechen den Sicherheitsvorschriften, welche es gestatten, die betreffende Fracht auf dem Luftweg zu befördern. Dabei muss die jeweilige Sendung ihren Ursprung in der jeweils zugelassenen Betriebsstätte haben.

Der Bekannte Versender gewährleistet auf eigene Verantwortung, dass die identifizierbare Luftfrachtsendung an seinem Betriebsstandort, ausreichend vor unbefugtem Zugriff Dritter und vor Manipulation geschützt ist. Dies befähigt den bekannten Versender dazu, die Luftfracht an jedes Unternehmen „sicher“ zu überreichen, welche den Status des reglementierten Beauftragten oder aber des zugelassenen Transporteurs inne tragen. Dabei muss der sichere Transport immer gewährleistet bleiben.

Um die Sicherheit der Lieferkette zu gewährleisten, ist es eine gesetzlich vorgeschriebene Pflicht die Zulassungsnummer des bekannten Versenders vorsorglich zu überprüfen, ob das Unternehmen noch immer als bekannter Versender registriert ist.

Reglementierter Beauftragter:

Reglementierte Beauftragte sind beispielsweise Versand- & Expressunternehmen, Spediteure, Lager- und Transportdienstleister, etc. welche durch den Status des Reg. B., eine einfachere Abwicklung der Fracht am Flughafen erreichen können. Dieser ist das wichtigste Bindeglied, in der sicheren Lieferkette.

Durch die Zulassung zum Reg. B. dürfen die Unternehmen, welche den Status erlangt haben, Fracht, die vom einem Versender überreicht werden, als sicher bzw. unsicher einstufen. Unsichere Fracht wird dabei durch geeignete Kontrollmaßnahmen „sicher gemacht“. Als „sicher“ eingestufte Fracht kann ohne weitere Kontrolle (Umpacken, Durchsuchen, Neuverpacken etc.) an die Airline übergeben werden.

Der reglementierte Beauftragte trägt die Verantwortung zur Erfüllung folgender Punkte:

  • Identitätsprüfung der Person, welche die Sendung überreicht
  • Festlegung, ob Sendung als sicher oder unsicher deklariert wird
  • Festlegung ob Sendung eine hohes Risiko aufweist
  • Geeignete Kontrollmethoden der unsicheren sowie risikoreichen Sendung
  • Festlegung des Sicherheitsstatus durch einen Vermerk der erforderlichen Angaben in den Begleitdokumenten
  • Vergabe mit administrativen Zugangsberechtigungen wie z.B. Schlüsselausgabe, Aktivierung von Chipkaten etc. zu den Sendungen, welche bereits kontrolliert bzw. die erforderlichen Sicherheitskontrollen unterzogen wurden
  • ordnungsgemäße Verpackung der Sendungen, um Manipulationen Dritter an der Sendung direkt erkennbar zu machen oder alternative Sicherheitsmaßnahmen
  • Schulungen sämtlicher Mitarbeiter, welche Sicherheitskontrollen durchführen

Wurde übernommen und umgeschrieben.

Fazit

Bekannter Versender: Der bekannte Versender ist der Hersteller (also der Ursprung) der Ware bzw. der Sendung und muss ebenfalls, wie der reglementierte Beauftragte, zertifiziert werden. Der bV hat die gleiche Auflagen zu erfüllen wie der regB. D.h. Die Ware muss zunächst in sicheren Räumen (Sicherheitsbereich, welcher durch Zugangskontrollen geschützt ist) hergestellt werden. Anschließend muss diese in sicheren Räumen verwahrt werden. Zu diesen Räumen dürfen keine Fremde Personen Zutritt haben.  Das Personal muss zudem, wie beim reglementierten Beauftragten, die Schulungen absolviert haben.

Reglementierte Beauftragter: Der reglementierte Beauftragte ist das wichtigste Unternehmen der sicheren Lieferkette und gleichzeitig der Bestimmer der besagten Lieferkette. Unter Zuhilfenahme der EU-Datenbank, überprüft er die Absender der Sendungen und stuft dementsprechend die Sendungen als sicher oder unsicher ein. Zudem ist der regB der Logistiker und das zuständige Unternehmen für den Transport der Sendung von Punkt a zu Punkt b.