Transporteur (ohne Status RB)

Bitte beach­ten Sie, dass der unten­ste­hen­de Beitrag nur noch begrenz­te Gültigkeit hat. Mit der Änderung des Luftsicherheitsgesetzes im Jahr 2017 wur­de eine Übergangsfrist bis März 2018 ein­ge­führt. Danach dür­fen nur noch behörd­lich zuge­las­se­ne Transporteure siche­re Luftfracht beför­dern. Informationen zur Transporteurszulassung durch das LBA fin­den Sie hier:

Behördlich zuge­las­se­ner Transporteur

Hier nun die ursprüng­li­che Nachricht:

Ein Transporteur ohne Status RB (also ohne Status ‘Reglementierter Beauftragter’) ist ein Unternehmen, wel­ches im Auftrag eines regle­men­tier­ten Beauftragten, eines bekann­ten Versender oder eines
geschäft­li­chen Versender für den siche­ren Transport von Luftfracht beauf­tragt wird.

Annerkennung
Wenn ein Transporteur kein regle­men­tier­ter Beauftragter ist, so kann er mit­tels Unterzeichnung einer Transporteurserklärung von einem regle­men­tier­ten Beauftragten, einem bekann­ten Versender oder einem geschäft­li­chen Versender als Transporteur für siche­re Luftfracht / Luftpost aner­kannt wer­den.

Von ihm sind fol­gen­de Maßnahmen ein­zu­hal­ten:

  • Alle Mitarbeiter, die die­se Luftfracht/Luftpost beför­dern, wer­den eine Schulung des Sicherheitsbewusstseins erhal­ten haben.
  • Alle Mitarbeiter, die ein­ge­stellt wer­den und Zugang zu die­ser Luftfracht / Luftpost erhal­ten, wer­den über­prüft.
  • Frachträume der Fahrzeuge wer­den ver­sie­gelt oder ver­schlos­sen, Fahrzeuge mit
    • Planenabdeckung wer­den mit TIR- Seilen gesi­chert, die Ladeflächen von
    • Pritschenfahrzeugen wer­den bei Beförderung von Luftfracht über­wacht.
  • Vor dem Beladen wird der Laderaum durch­sucht und die Gültigkeit die­ser Durchsuchung bis zum Abschluss des Beladens auf­recht­erhal­ten.
  • Jeder Fahrer führt einen Personalausweis oder Reisepass, oder sons­ti­ges amt­lich aner­kann­tes Dokument mit Lichtbild mit sich.
  • Die Fahrer legen zwi­schen Abholung und Zustellung kei­nen außer­plan­mä­ßi­gen Halt ein. Ist dies unver­meid­lich, kon­trol­liert der Fahrer bei sei­ner Rückkehr die Sicherheit der Ladung   und die Unversehrtheit von Verschlüssen und/oder Siegeln.
  • Stellt der Fahrer Anzeichen von Manipulation fest, unter­rich­tet er sei­nen Vorgesetzten und die Luftfracht / Luftpost wird nur mit ent­spre­chen­der Mitteilung zuge­stellt.

Transportsicherung
Sicherungsmaßnahmen, die immer ein­ge­hal­ten wer­den müs­sen:

  • Luftfracht ist wäh­rend der gesam­ten Transportkette vor unbe­fug­tem Zugriff zu schüt­zen.
  • Personal, das mit der Luftfracht betraut ist, muss zuver­läs­sig und in die Tätigkeiten ein­ge­wie­sen sein.
  • Bevor Luftfracht ange­nom­men wird, wird sie äußer­lich auf Manipulation über­prüft, um sicher­zu­stel­len, dass die Sendung nicht durch unbe­fug­ten Zugriff beein­träch­tigt wur­de.

Beispiele für die Fahrzeugsicherung:

Koffer mit Ladetüren

  • z.B. mit einem kon­ven­tio­nel­len Vorhängeschloss am Verschluss zu sichern!

Planenkoffer mit Hebebühne und seit­li­chen Bracken

  • Hebebühne über Bedienelement am Aufbau zu öff­nen / sichern,
  • Plane sowie Bracken müs­sen sepa­rat über Zollschnüre mit Schloss gesi­chert wer­den.

Sicherung bei Planenaufbau
durch Zollschnur, die durch die Halterungslaschen gezo­gen wird und an den Enden mit einem Schloss gesi­chert ist.